Sandras kreative Lesezeit - kreative Vorlese-Events - Literaturblog - Rezensionen

Freitag, 5. August 2016

Luna und der Katzenbär vertragen sich wieder


Zum Inhalt (Klappentext):

Umziehen macht ganz schön viel Arbeit, findet Luna, und Auspacken sowieso. Als Karlo daher vorschlägt, dass Luna sein Baumhaus einrichten soll und er dafür ihr Zimmer, ist sie sofort dabei. Doch jeder hat so seine ganz eigenen Vorstellungen von einem gemütlichen Zuhause. Und nicht nur das: Als Luna Karlos geliebte Kuscheldecke aus der Waschmachine holt, ist sie auf Wachlappengröße zusammengeschrumpft. Dem kleinen Katzenbären kommen die Tränen. Wird er Luna das verziehen können?

Über den Autoren:

Udo Weigelt,1960 in Hamburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Kiel und Hamburg. Seit 1998 sind bei unterschiedlichen Verlagen rund 50 Kinderbücher von ihm erschienen, die teilweise in 15 Sprachen übersetzt sind. Seit 2015 ist er verantwortlicher Autor der Nivea-Kampagne Märchen für Beiersdorf. Udo Weigelt lebt als freier Autor am Bodensee.

Weitere Informationen über den Autoren unter www.udoweigelt.com

Über die Illustratorin:

 Joëlle Tourlonias, geboren 1985 in Hanau, hat Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Illustration und Malerei an der Bauhaus Universität Weimar studiert. 2009 machte sie sich selbstständig und zeichnet, malt, lebt und liebt momentan in Düsseldorf. Seit 2015 illustriert sie die Kampagne Nivea Märchen der Firma Beiersdorf.

Weitere Informationen über die Illustratorin unter www.joelletourlonias.blogspot.de

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Luna und der Katzenbär vertragen sich wieder" ist im Juni 2016 im cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH erschienen und umfasst 80 Seiten. Es ist als gebundene Ausgabe zum Preis von 9,99 Euro sowie als eBook zum Preis von 8,99 Euro erhältlich und richtet sich an Kinder im Alter ab 5 Jahren.

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

"Luna und der Katzenbär vertragen sich wieder" ist bereits der zweite "Luna und der Katzenbär" Band, für mich jedoch der erste gelesene. Ich war gleich berührt von dem liebevoll gezeichneten Cover in seinen warmen Farben und detaillierten Feinheiten. Wenn man Luna und den Katzenbären sieht, bleibt einem nichts anderes übrig, als sie sogleich ins Herz zu schließen.

So erging es jedenfalls mir und meinen Kindern. Sie lauschten gebannt der Geschichte um Luna, die mit ihrer Familie in ein neues Haus zieht und sich dann mit dem Katzenbären unterhält. Beide wollen ihr neues Reich einrichten. Das macht viel Arbeit. Und so haben die beiden die Idee, dass sie die Rollen tauschen und jeweils das Reich des Anderen einrichten. Gesagt, getan. Allerdings ist die Enttäuschung zunächst groß, denn was die beiden nicht bedacht haben, sie haben das Reich des jeweils anderen so eingerichtet, wie sie sich ihr eigenes wünschen würden. Ein Katzenbär hat allerdings einen gänzlich anderen Geschmack als ein junges Mädchen. Umgekehrt kann man ein Mädchen nicht unbedingt mit einem katzenbärgerechten Baumhaus zufrieden stellen. Die Geschmäcker gehen nunmal auseinander und auch die Enttäuschung steht den beiden zunächst ins Gesicht geschrieben.

Wie gut, dass sie sich über ihre Geschmäcker und Erwartungen unterhalten und somit den jeweils anderen besser verstehen können. Und wie gut, dass sie offen und ehrlich zueinander sind und einander verzeihen können. Udo Weigelt hat hier ein wirklich liebevolles Buch geschrieben über Freundschaft, Vertrauen, Verzeihen und darüber, wie wichtig es ist, auch bei großer Enttäuschung ehrlich zueinander zu sein.

Von mir und meinen Kindern gibt es für dieses liebevoll geschriebene und warmherzig illustrierte Buch 5 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH fürs Bereitstellen des Buches!

Mittwoch, 20. Juli 2016

Mit anderen Worten: ich

 
Zum Inhalt (Klappentext):

Worte. 

Sind die Geister, die Sam nachts wach halten. Die Gedanken, für die sie sich schämt. Die sie an sich zweifeln lassen, jeden Tag. Die ihr ein normales Leben fast unmöglich machen.

Worte.

Sie sind die neuen Welten, die Sam entdeckt. Die Gedichte, die sie heimlich schreibt. Die Geschichten, die sie wieder Vertrauen fassen lassen.

In das bessere Leben, das sie sich aufbaut.

Mit anderen Worten.

Worte sind nicht Samanthas Freunde. Im Gegenteil: In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie Sam und hindern sie daran, ein normales unbeschwertes Leben zu führen. Aus Angst, als verrückt abgestempelt zu werden, verheimlicht Sam ihren täglichen Kampf sogar vor ihren Freundinnen. Nur die unkonventionelle Caroline sieht hinter Sams Fassade und lädt sie ein, sich einem geheimen Dichterklub anzuschließen. Hier erlebt Sam zum ersten Mal die befreiende Kraft von Worten und kommt sich seit langer Zeit selbst wieder nahe. Als sie sich in den klugen, zurückhaltenden AJ verliebt und gerade beginnt, vorsichtig auf ihr neues Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.

Über die Autorin:

Die beglückende Wirkung von Worten erlebt Tamara Ireland Stone jedes Mal selbst, wenn sie einen Stift in die Hand nimmt. Genau aus diesem Grund hat sie sich nach einer erfolgreichen Karriere im PR_Bereich vor einigen Jahren ihren Traum vom Schreiben erfüllt. Ihr erster Roman wurde in über zwanzig Ländern veröffentlicht. "Mit anderen Worten: ich" ist ihr drittes Buch. Tamara Ireland Stone liebt Filme und Live-Musik und lebt mit ihrer Familie in San Francisco.

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Mit anderen Worten: ich" ist im Januar 2016 im Magellan Verlag erschienen und umfasst 336 Seiten. Es ist als gebundene Ausgabe zum Preis von 16,95 Euro erhältlich und richtet sich an junge Leser im Alter von ca. 14 - 17 Jahren.

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

Da es sich bei diesem Buch um ein ganz besonderes handelt, versuche ich, meine Gedanken ebenfalls auf besondere Art und Weise niederzuschreiben...

Klappentext gelesen - gefesselt
Cover gestreichelt - angenehme Farben, wunderschönes Motiv

Ein Mädchen, angehörig einer Clique von It-Girls 
"die Acht" genannt
das Element Wasser liebend

Augenscheinlich völlig normal
doch ständig getrieben von Zwängen

Einem besonderen Menschen begegnet
eine besondere Beziehung zu diesem Menschen aufgebaut
Innige Freundschaft, grenzenloses Vertrauen

Auseinandergesetzt mit Worten - die dem eigenen Ich entsprungen
zu Papier gebracht, gelesen, gefühlt, gelebt

Ängste bekämpft, zu sich selbst gefunden
den Weg ins Innere eigenständig beschritten

Dort auf sich selbst gestoßen - ängstlich, erschüttert, verwirrt
den Weg jedoch stetig weitergegangen

Liebe, Freundschaft, Vertrauen - zu anderen aufgebaut
aber vor allem: zu sich selbst

Wunderbar, berührend, authentisch, emotional

Könnt ihr meine Gedanken fühlen wenn ihr diese Worte lest?

Tamara Ireland Stone hat hier ein ganz besonderes Jugendbuch erschaffen, welches ab der ersten Seite fesselt und nicht mehr los lässt. Gut recherchiert setzt sie sich mit dem Thema Zwangsstörung auseinander, lässt den Leser teilhaben an Samanthas Leben, welches von einer Zwangsstörung bestimmt wird. Dabei schafft es die Autorin die Erlebnisse so authentisch zu umschreiben, das der Leser zu einem Teil des Ganzen wird, sich in Sam hineinversetzen kann und ihre Zerrissenheit spüren und miterleben kann. Im letzten Drittel des Buches nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Eiskalt hat Tamara Ireland Stone mich mit diesem Ereignis getroffen und für eine Weile sprachlos gemacht (was ein zugegebenermaßen seltener Zustand bei mir ist...).

"Mit anderen Worten: ich" beschäftigt sich sehr behutsam mit aktuellen, doch meist verschwiegenen Themen wie Zwangsstörung, Panikattacken, Depression und auch dem Suizid. Dabei macht es Mut. Mut zu sich selbst zu stehen und von der Masse abzuheben. Liebe und Freundschaft sind stetiger Wegbegleiter in dieser wunderbaren, besonderen Geschichte. Ganz klare Leseempfehlung von mir mit 5 von 5 Sternen.


Vielen Dank an den Magellan Verlag fürs Bereitstellen des Buches!

Dienstag, 12. Juli 2016

Lina und der Albatros

 
Zum Inhalt (Klappentext):

Über Albatrosse weiß Papa nichts. Mama auch nicht. Das ist blöd, findet Lina. Denn Lina hat gehört, dass Albatrosse zu den größten flugfähigen Vögeln gehören, die es auf der Erde gibt. Drei Meter und fünfzig Zentimeter messen Wanderalbatrosse von einer Flügelspitze zur anderen! Lina hat es ausprobiert. Nicht einmal Linas, Papas und Teddys Arme zusammen haben ausgereicht, um sich so breit zu machen! Dann hat sich Lina angeschaut, wo Albatrosse leben. Ganz unten auf dem Globus. Dort, wo fast kein Land mehr ist, nur noch Wasser, und dann irgendwann kommt Eis. Papa hat gesagt, die Seefahrer haben das Gebiet Brüllende Vierziger genannt, weil dort ständig Stürme toben. Lina hat Fragen. Viele Fragen. Doch keiner kann ihre Fragen beantworten. Jedenfalls nicht die zu Albatrossen. Keiner! Denkt Lina - bis sie eines Abends unerwarteten Besuch bekommt. Denn Erwin, das Büchermännchen, kommt immer wieder nachts und nimmt Lina mit auf eine große Reise. Auf eine Reise zu den Albatrossen. So erfährt sie , wie Albatrosse aufwachsen, und dass sie ein ganz schön schweres Leben haben. Zu Hause am Küchentisch experimentiert Lina dann mit Robert. Robert ist ihre Tagesmama und mit Robert macht Lina all die Experimente, die sie braucht, um wirklich alles zu verstehen, was sie über Albatrosse erfahren hat.

Über die Autorin:



Silke Ottow ist immer unterwegs zwischen PR und Freiem Journalismus, Wissenschaft und Öffentlichkeit, Sachsen und Bayern, Deutschland und Frankreich. Nun ist sie angekommen bei ihrem Wunschprojekt. Sie schreibt und illustriert Abenteuergeschichten für Kinder, mit Experimenten und Extras zum Mitmachen und Nachmachen. Die Bücher sollen Kindern die Tür zu den Natur(wissenschaften) ein Stück weit öffnen und auch Erwachsene mit einem Aha-Erlebnis zurücklassen.

Silke Ottows Bücher sind Miteinander-Bücher. Sie sind eine Einladung an die Kinder und ihre Vor- und Mitleser zum gemeinsamen Ergründen, Erkunden, Erfahren. In den Büchern versucht sie Antworten auf die Fragen zu geben, die ihre kleinen – und großen – Leser schon auf den Lippen hatten. (Quelle: Amazon)
 
Weitere Informationen über Silke Ottow und ihre Projekte gibt es hier www.miteinander-buecher.de

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Lina und der Albatros" ist im Verlag Wissenschaftliche Scripten erschienen und umfasst 128 Seiten. Es ist als Taschenbuch zum Preis von 19,99 Euro sowie als Kindle Edition zum Preis von 2,99 Euro erhältlich. Angaben zur Altersempfehlung konnte ich keine vorfinden, meine Empfehlung liegt ab ca. 6 Jahren aufwärts, also ab Grundschulalter.

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

Ich habe eine Anfrage von der Autorin Silke Ottow erhalten, ob ich Interesse hätte, ihr Buch "Lina und der Albatros" zu lesen und zu bewerten. Nachdem ich mich ein wenig über das Buch informiert hatte, war mein Interesse geweckt und was dabei heraus gekommen ist, möchte ich Euch nun gerne berichten.

Bei "Lina und der Albatros" handelt es sich um ein Miteinander-Buch. Die Autorin sagt folgendes darüber: 

Zitat: Meine Bücher sind Miteinander-Bücher. Sie sind eine Einladung an die Kinder und ihre Vor- und Mitleser zum gemeinsamen Ergründen, Erkunden, Erfahren. In den Büchern versuche ich Antworten auf die Fragen zu geben, die meine kleinen – und großen – Leser schon auf den Lippen hatten. Für alle Wünsche, Anregungen und Fragen, die dann doch noch offen bleiben, gibt es die begleitende Webseite. Zitat-Ende! (Quelle: www.miteinander-buecher.de)

Das Buch ist eine Mischung aus erzählter Geschichte (über Lina und ihren Alltag) und Sachbuch.
Lina ist ein sehr wissbegieriges Mädchen, sie hat viele Fragen über Albatrosse. Leider gibt es niemanden, der all ihre Fragen beantworten kann. Bis sie eines Tages von Erwin, dem Büchermännchen aufgesucht wird. Ein Büchermännchen begleitet Kinder im Traum an all jene Orte, wo es Antworten auf die vielen Fragen gibt. In diesem Fall begleitet Erwin Lina in ihren Träumen zum Herkunftsgebiet der Albatrosse. Dort treffen die beiden natürlich auf jede Menge Albatrosse und schließen Freundschaft mit den Albatrosküken Albi und Klara.

Zunächst habe ich mir die Frage gestellt, warum ausgerechnet ein Buch über Albatrosse? Schließlich zählen sie nicht zu den Tieren, die in unseren Breitengraden heimisch sind und auch nicht unbedingt zu den Bekanntesten. Nachdem ich das Buch gelesen habe, ist mir die Antwort jedoch klar. Albatrosse sind wirklich sehr beeindruckende Tiere. Alleine ihr Brutpflegeverhalten ist es wert, das vorliegende Buch zu lesen. Ergänzt wird das Buch immer wieder um Experimente, die die Vorleser mit ihren Zuhörern durchführen können. Die wissenschaftlichen Experimente sind dabei einfach und leicht verständlich beschrieben und ohne großen Aufwand und große Kosten durchzuführen, genau das Richtige für wissbegierige Kinder.

Insgesamt bin ich wirklich sehr begeistert von "Lina und der Albatros". Allerdings gibt es für mich auch Kritikpunkte, die ich an dieser Stelle nicht außen vor lassen möchte. Illustrationen sind Geschmackssache. Die Autorin hat sehr viel Herzblut in ihr Buch gelegt, das merkt man dem Buch einfach an. Sie hat die Illustrationen selber vorgenommen. Leider gefallen mir und meinen Kindern die Illustrationen nicht, aber ihr wisst schon, dies ist eher subjektiv zu betrachten, denn Geschmäcker sind verschieden.

Mein nächster Kritikpunkt gilt der Rechtschreibung. Grundsätzlich kann ich gut darüber hinwegsehen, wenn es mal den ein oder anderen Rechtschreib- oder Zeichenfehler in einem Buch gibt. In diesem Fall sind Rechtschreib- und Zeichenfehler allerdings sehr gehäuft. Anfangs habe ich die Stellen noch markiert, nach einiger Zeit wurde mir dies aber zu mühselig, da Fehler einfach zu häufig vorkamen und diese für mich den Lesefluss beeinträchtigt haben. Ich weiß nicht woran das liegt. Ein wenig habe ich den Eindruck, dass am Lektorat gespart wurde und dies selbst vorgenommen wurde, ohne einen Dritten hinzuzuziehen. Aufgrund der hohen Kosten fürs Lektorat kann ich die Autoren da schon ein stückweit verstehen. Speziell in diesem Fall finde ich es aber schade, da das Buch inhaltlich wirklich sehr ansprechend und für Kinder- und Erwachsene gleichermaßen lehrreich ist. Wenn ich mir dann den Preis von 19,99 Euro anseh, ist dieser einfach unverhältnismäßig hoch. Für solch einen Preis (und in der Regel noch darunter) erhalte und erwarte ich ein einwandfrei lektoriertes und professionell illustriertes Buch. An dieser Stelle ist das Ebook, welches im Preis deutlich darunter liegt, eine wirklich gute Alternative.

Diese Worte mögen nun hart klingen. Ich bitte aber darum, sie als das zu sehen, was sie tatsächlich sind. Konstruktive Kritik an Autorin und Verlag. Inhaltlich würde "Lina und der Albatros" von mir 5 Sterne erhalten - ich erwähne das extra an dieser Stelle, damit den interessierten Lesern klar ist, dass das Buch inhaltlich wirklich sehr gut ist und unbedingt gelesen werden sollte. Aufgrund der in meinen Augen nicht so schönen Illustrationen und vor allem der gehäuften Rechtschreib- und Zeichenfehler muss ich natürlich Sterne abziehen und vergebe somit 3,5 von 5 Sternen.
 

Vielen Dank an Silke Ottow fürs Bereitstellen des Buches!

Dienstag, 5. Juli 2016

Eine für alle, alle für eine




Zum Inhalt:

Johanna dachte, sie hätte in Paul die Liebe ihres Lebens gefunden. Aber der vergnügt sich seit Kurzem mit einer Jüngeren. Hannah ist tief verletzt und wütend. Sie schwört, den Casanova nicht ungeschoren davonkommen zu lassen, aber alles, was sie unternimmt, verkehrt sich ins Gegenteil. Als sie schon aufgeben und sich resigniert zurückziehen will, trifft sie auf Carmen, auch eine von Pauls ausgemusterten Geliebten. Gemeinsam machen sie sich daran, alle Exfreundinnen des großen Verführers zusammenzutrommeln und einen bitterbösen Racheplan zu schmieden. Sie wollen ihm eine Lektion erteilen, die er so schnell nicht vergessen wird. Ein heikles Unterfangen, wie sich schnell herausstellt, denn eigentlich waren sie alle einmal Konkurrentinnen und jede hat ihre eigenen Befindlichkeiten. Aber am Ende gilt: Eine für alle und alle für eine. (Quelle: www.annewiegner.de)

Über die Autorin:

Anne Wiegner wurde in einer Kleinstadt in Thüringen geboren und ist dort aufgewachsen. Mit 18 Jahren hat sie den idyllischen Landstrich zwischen Bergen und Tälern verlassen und ist nach Dresden gegangen, um Germanistik, Kunstgeschichte und Pädagogik zu studieren. Das Leben in der Großstadt hat sie fasziniert und als sich nach ihrem Studium die Chance ergab, in Berlin eine Anstellung zu finden, hat sie ohne zu zögern zugegriffen. Inzwischen lebt sie seit mehr als 30 Jahren in Berlin. Wann immer es neben Familie und Beruf möglich war, hat sie geschrieben, um das Leben festgehalten. Nachdem ihre Töchter flügge geworden sind und das Haus verlassen haben, hat sie endlich Zeit und Ruhe gefunden, sich ganz und gar ihrem Hobby, dem Schreiben zu widmen. (Quelle: www.annewiegner.de)
 
 Allgemeine Informationen zum Buch:

"Eine für alle, alle für eine" ist im Juni 2016 im Forever Ullstein Verlag erschienen und umfasst 331 Seiten. Es ist als Ebook zum Preis von 3,99 Euro erhältlich.

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

Bei "Eine für alle, alle für eine" handelt es sich um den Folgeband des im März 2015 erschienenen Titels "Ich wollte immer nur Dich". Den ersten Teil habe ich bereits mit großer Begeisterung und Hingabe gelesen und konnte es kaum erwarten den 2. Teil in den Händen zu halten und zu erfahren, wie es mit Johanna weitergeht. Zwar kenne ich den 1. Teil bereits, muss aber sagen, dass die Geschichte auch für diejenigen Leser geeignet ist, die den 1. Teil bisher nicht gelesen haben. Die Autorin hat die wichtigen Details nochmals zusammengefasst, so dass man wirklich sehr leicht ohne Vorkenntnisse in das Geschehen hinein findet.

Johanna wieder zu erleben, war für mich ein wenig wie "nach Hause kommen". Sie war mir im ersten Teil bereits so symphatisch. Eine toughe Frau in den Vierzigern, die mitten im Leben steht. Nach der Trennung von ihrem Mann Thomas, hatte sie ihre damalige Jugendliebe Paul getroffen. Zwischen den beiden hatte es wieder gefunkt, die alten, so vertrauten Gefühle der innigen Verbundenheit wurden erneut zum Leben erweckt. Doch leider hat sich Paul nicht verändert. Er ist nach wie vor der Casanova von damals, kann in Sachen Frauen den Hals nicht voll bekommen und vergnügt sich daher mehrgleisig. Im 2. Teil um Johanna, geht es daher nun um Rache. Sie möchte Rache üben an dem Mann, der sie so oft belogen und verletzt hat, der sie behandelt hat wie ein wertloses Spielzeug, welches man beliebig austauschen kann. Johanna entdeckt die kreative Ader in sich und schafft es, durch sorgfältige Recherchen, weitere Frauen aufzutreiben, die ebenfalls zum Opfer von Pauls Lügenmärchen geworden sind. Insgesamt sind es nun 13 Frauen, die sich regelmäßig treffen, um gemeinsam gegen Paul vorzugehen und ihn mal so richtig auflaufen zu lassen. Dabei gibt es natürlich jedes Mal viel zu erzählen und mit einem Gläschen Ladykracher werden die ehemaligen Rivalinen schnell zu Vertrauten, die sich gegenseitig unterstützen um Paul das Handwerk zu legen. 
Die Geschichte endet in einem wirklich humorvollen und imposanten Finale der etwas anderen Art. Zwar rächen sich die Frauen an Paul, schließen mit ihm jedoch auf eine etwas andere, unkonventionelle Form ab, die man so nicht unbedingt erwartet.
 Nur so viel sei gesagt: Paul bekommt zum Schluss einen Denkzettel der etwas anderen Art verpasst, der die Leserinnen des Buches mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht zurücklässt. Mit viel Humor und Liebe für Details erzählt die Anne Wiegner diese Geschichte, in der natürlich auch das Thema "Liebe" und "Gefühle" nicht zu kurz kommt. Ein kurzweiliger Roman, der mich wieder sehr gut unterhalten hat, daher von mir 5 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den Forever Ullstein Verlag und Anne Wiegner fürs Bereitstellen des Buches!

Dienstag, 28. Juni 2016

Rabenherz


Zum Inhalt (Klappentext):

Als June ein Stipendium für die Saint Gilberts High School erhält, geht ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung. Nur ihre Tante ist nicht begeistert. Sie warnt vor einem uralten Fluch und sieht eine dunkle Gefahr über Saint Gilberts aufsteigen. Doch June hat andere Sorgen: Sie hat sich Hals über Kopf in Jacob verliebt, was alles andere als unkompliziert ist. Außerdem taucht immer wieder ein unheimlicher Rabe in ihrer Nähe auf und verfolgt sie sogar bis in ihre Träume. Und plötzlich geschehen tatsächlich merkwürdige Dinge in dem alten Schulgemäuer. Hatte Tante Phoebe etwa recht damit, dass ausgerechnet June die Bestimmte ist, die den Fluch auf Saint Gilberts aufheben wird? Und zwar im Tausch gegen ihre große Liebe...

Über die Autorin:

Anja Ukpai wuchs in einer kleinen Stadt im Münsterland auf. Schon früh begann die gelernte Sozialpädagogin mit dem Schreiben und arbeitet inzwischen als freie Autorin. Seit 2010 veröffentlicht sie Kinderbücher im Thienemann-Esslinger Verlag, die unter anderem mit dem "Leipziger Lesekompass" ausgezeichnet wurden. Nach einer Zeit in Michigan/USA ist die Autorin nun wieder zurück an ihrem Schreibtisch im Münsterland, den sie manchmal auch gegen ihren Lieblingsplatz unter dem alten, knorrigen Kirschbaum eintauscht.

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Rabenherz" ist im April 2016 im Thienemann-Esslinger Verlag erschienen und umfasst 416 Seiten. Es ist als gebundene Ausgabe zum Preis von 14,99 Euro sowie als Ebook zum Preis von 11,99 Euro erhältlich und 
richtet sich an Leser im Alter von ca. 12 bis 15 Jahren.

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Meine Gedanken zum Buch:

Als ich vor kurzem den Titel "Rabenherz" beim Thienemann-Esslinger Verlag entdeckt habe, stand sofort fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. In das Cover hatte ich mich sofort verliebt. Wolkiger, dunkelblauer Himmel im Hintergrund, im Vordergrund ein Mädchen - umgeben von Raben. 

Gerade Raben haben eine große Bedeutung für uns Menschen. Hier ein kleiner Auszug aus www.CorvusAnimus.de

Die Raben und die Bedeutung für den Menschen 

Der Rabe hatte für die Menschen schon immer eine große Bedeutung. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass er, neben seinen Verwandten, den Krähen und Elstern, in vielen Mythen, Religionen und Märchen auftaucht. Unvergessen ist sicher die Legende von Odin, der von zwei Wölfen und zwei Raben begleitet wurde, die Raben hießen Huginn und Muninn. Jeden Morgen sandte Odin die beiden aus, sie flogen durch die Welt und flüsterten ihm am Abend nach ihrer Rückkehr alle wichtigen Neuigkeiten, die sie gesehen und gehört hatten ins Ohr. Und den einäugigen Gott eigentlich erst in die Lage versetzten zu sehen und zu verstehen. Deshalb nennt man Odin auch Hrafnagud, den Rabengott. Hugin steht dabei für den Gedanken / das Denken, Mugin für das Gedächtnis / die Erinnerung übersetzt, tatsächlich sind damit aber wohl "Weisheit" und Allwissenheit" gemeint!

Auch einer der wichtigsten keltischen Götter, der Sonnen- / Lichtgott Lugh / Lugos, gleichzeitig Schutzgott der Magier, Krieger und Dichter, Schöpfer der Künste, wird stets von einem Raben begleitet. Und er galt auch unter den Kelten als der Bote der Anderselt als Seelen und Orakeltier, aus deren Flug oder Erscheinen im Traum Weissagungen getroffen werden konnten! In dem Märchen "Die 7 Raben" der Gebrüder Grimm spielt der Rabe die Hauptrolle. Seit der Christianisierung trägt der Rabe keine positiven Züge mehr. Wie bei den Fledermäusen und Flughunden wird der Rabe mit der als Bedrohung und Sphäre des Bösen empfundenen Nacht in Verbindung gebracht. Als schwarz gefiederter Allesfresser, der auch Aas oder die Leichen auf den Schlachtfeldern vergangener Kriege nicht verschmäht, gilt er als Todes- und Unheilsbote und sein Erscheinen wird als böses Omen gedeutet. Auch hier ist er Begleiter, aber von Hexen und des Teufels. 

Raben üben schon immer eine Faszination auf mich aus. Meine Erwartungen an "Rabenherz" waren somit recht weit oben angesetzt.

Die Charaktere sind gut beschrieben. Die Protagonistin June ist sehr symphatisch. Ebenso ihre beste Freundin, die ihr stets mit Rat und Tat zur Seite steht. June hat die Gabe des Sehens. Sie kann Dinge sehen und spüren, die den Normalsterblichen verwehrt sind. Diese Gabe hat sie wohl von ihrer Tante Phoebe übernommen. Leider muss ich aber sagen, dass ich mit der Geschichte nicht so wirklich warm werden konnte. Inhaltlich ist die Geschichte zwar gut, aber der Schreibstil konnte mich nicht wirklich fesseln. Mir erschien der Text teilweise zusammenhanglos und zu abgehackt, ich konnte mich aufgrund des Erzählstils nicht wirklich in die Geschichte hineinfühlen. Wenn dann Passagen kamen, die so gut und fesselnd beschrieben waren, dass sie mich begeistern und fesseln konnten, waren diese leider sehr schnell vorbei, zu schnell. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Bedürfnis die Story in einem Rutsch lesen zu wollen, hatte keine Schwierigkeiten damit, die Geschichte zu unterbrechen und das Buch zur Seite zu legen. Wer mich kennt, weiß das ich, wenn mir eine Geschichte gefällt, in eine fremde Welt eintauch, dann vergess ich alles um mich herum, Zeit wird dann relativ. So erging es mir mit "Rabenherz" leider nicht. Nicht das die Geschichte schlecht wäre. Insgesamt hat sie mir schon gefallen, aber sie konnte mich eben nicht so wirklich begeistern.

Was mich auch ein wenig gestört hat ist die Tatsache, dass zum Schluss des Buches viel zu viele Fragen offen geblieben sind. Es wird im Herbst einen weiteren Teil geben, in dem die offenen Fragen sicherlich geklärt werden. Dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Antworten gewünscht. Das Ende war ok, aber für mich kein typischer Cliffhanger der mich dem nächsten Band voller Sehnsucht entgegenfiebern lässt. Eine tolle Geschichte mit viel Potenzial - aus der man meiner Meinung nach sehr viel mehr hätte rausholen können. Ich vergebe gute 3 von 5 Sternen.
 
Vielen Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag fürs Bereitstellen des Buches!

Dienstag, 14. Juni 2016

Viktor und der Wolf




Zum Inhalt:

Viktor und seine Mutter wohnen im zweiten Stock eines Mietshauses, gleich in Bahnhofsnähe. Dies ist Viktors Mutter sehr wichtig, denn sie ist es gewohnt, in Bahnhofsnähe zu leben. Das war schon immer so und hat auch nach dem Tod ihres Mannes nicht an Wichtigkeit verloren. Viktor selbst ist ein Einzelgänger. Er wünscht sich oft, er wäre ein starkes, wildes Tier, das sich gegen alles wehren kann, z.B. gegen Tom und Ronnie in der Schule oder gegen die Trauer nach dem Tod seines Vaters. Eines Tages begegnet er am Bahndamm einem verletzten Wolf. Er spürt eine tiefe Verbundenheit zu dem wilden Tier. Als der Wolf gefangen und in einen Wildpark gebracht wird, kennt Viktor nur einen Gedanken - er muss dem Wolf helfen!

Über den Autoren:

Hannes Klug ist Drehbuchautor, Schriftsteller und Journalist. Aus seinem Drehbuch für den Kinofilm «Ricky – normal war gestern» entstand sein erstes Kinderbuch «Ich, Xi Lao Peng und die Sache mit meinem Bruder». Der Autor lebt mit seiner Familie in Düsseldorf und Berlin. (Quelle www.rowohlt.de)

Weitere Informationen über den Autoren und seine Projekte unter www.hannesklug.com.

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Viktor und der Wolf" ist im Mai 2016 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen und umfasst 192 Seiten. Es ist als gebundene Ausgabe und als Ebook zum Preis von jeweils 9,99 Euro erhältlich und richtet sich an Kinder im Alter zwischen 10 und 12 Jahren.

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

Betrachtet man nur das Cover, wirkt das Buch recht unscheinbar. Zu sehen ist Viktor, hockend auf einem Felsen. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Wolf. Was so unscheinbar wirkt hat es allerdings in sich. Hannes Klug widmet sich in "Viktor und der Wolf" unter anderem den Themen Tod, Mobbing, Tierschutz und Freundschaft. Dabei legt er einen für Kinder sehr anspruchsvollen, dennoch kindgerechten Schreibstil an den Tag, bei dem er nichts beschönigt, den jungen Leser aber auch nicht überfordert.

Viktor hat vor kurzem seinen Vater verloren und lebt nun mit seiner Mutter in Bahnhofsnähe in einer Mietswohnung. In der Schule ist er sehr zurückgezogen. Wird er von den anderen gemobbt, was Hin und Wieder vorkommt, so wird er allerdings zum wilden Tier und setzt sich wenn nötig auch körperlich zur Wehr. Eines Tages findet er am Bahndamm einen einsamen, verletzten Wolf. Ab der ersten Sekunde spürt er eine tiefe Verbundenheit zu dem wilden Tier. Als der Wolf eingefangen und in einen Wildpark gebracht wird, möchte Viktor ihm gerne helfen. Täglich begibt er sich in den Wildpark. Währenddessen machen seine Mitschüler sich weiterhin über ihn lustig, immitieren ein "Schnüffeln" und behaupten, Viktor würde nach Wolf stinken.

Nachdem beim Wolf die nötigen, vorgeschriebenen Untersuchungen durchgeführt wurden - steht der Wildpark vor einem Problem. Sie haben zu wenig Platz um den Wolf behalten zu können. Zoos und Auffangstationen haben kein Interesse an dem Wolf, entweder fehlt es am erforderlichen Platz oder aber eine Integrierung in ein vorhandenes Wolfsrudel ist aufgrund des auffälligen Verhaltens des Wolfes nicht möglich. Wildpark, Veterinäre und Ämter beschließen, dass der Wolf eingeschläfert werden soll. Dies versucht Viktor natürlich zu verhindern. Er tritt eigenständige Ermittlungen an und kommt dabei der Herkunft des Wolfes auf die Spur. Während seiner Ermittlungen lernt Viktor einige Menschen kennen, die zunächst recht unscheinbar wirken. Im Lauf der Geschichte werden diese jedoch ein sehr wichtiger Teil in Viktors Leben, dazu gehören z.B. sein Klassenlehrer, seine Klassenkameradin Jessica und nicht zu vergessen Tierpfleger Konrad samt Tochter Klara. Alle Charaktere sind sehr authentisch beschrieben und wachsen einem schnell ans Herz.

In 34 Kapitel ist die Geschichte um Viktor und den Wolf aufgeteilt. Die Schriftgröße ist dem Alter der Leser angemessen. Aufgelockert wird die Geschichte durch einige Illustrationen. Ich würde das Buch tatsächlich nicht mit Kindern unter einem Alter von 10 Jahren lesen, da es sich ernsten Themen widmet die beschäftigen und sehr zum Nachdenken anregen. Hannes Klug schafft es, in einem sehr fesselnden und anspruchsvollen Schreibstil über Themen wie Tod, Freunschaft und Tierschutz zu schreiben - ohne dabei den jungen Leser zu überfordern. Ich würde dieses Buch sehr gerne im Schulunterricht sehen, da es einiges an Diskussionsmaterial zu sehr wichtigen Themen bereit hält. Ohne zu viel zu verraten - was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist unter anderem folgende Message die übermittelt wird: Sei mutig, kämpfe für das, was dir wichtig ist. Wenn dein Herz für etwas brennt, dann lass deiner Leidenschaft freien Lauf, auch wenn dies möglicherweise Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Manche Möglichkeiten im Leben bieten sich nur ein einziges Mal - diese sollte man auch nutzen und leben, auch wenn es gerade vielleicht nicht ins Leben passt ;)

Ich vergebe 5 von 5 Sternen und hoffe, dass sich so viele Kinder (und Eltern) wie möglich mit diesem Buch auseinandersetzen werden. Es möchte in die Welt hinaus getragen werden.

Vielen Dank an den Rowohlt Taschenbuch Verlag fürs Bereitstellen des Buches!

Donnerstag, 9. Juni 2016

Myka und die Versteckschule



Zum Inhalt (Klappentext)

Ein Pilz? Nein, Myka ist eine Pilzolotte! Mit ihren feinen Beinfäden kann sie wunderbar laufen und springen. Allerdings werden Pilzolotten immer wieder mit normalen Pilzen verwechselt. Und genau deshalb müssen sie in die Versteckschule gehen. Dort lernen sie, sich vor wilden Tieren und unaufmerksamen Pilzsammlern in Acht zu nehmen. Blöd nur, dass Myka vor dieser geheimnisumwobenen Schule ganz schön Bammel hat...

Über die Autorin:

Asja Bonitz erblickte 1981 in Berlin das Licht der Welt. Als Kind war sie eher ruhig und zurückhaltend. Ihre abenteuerlustige und verrückte Seite konnte sie beim Lesen unterschiedlichster Bücher zur Genüge ausleben – je dicker, desto lieber! Mit 18 begann sie ein Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, auf das eine Promotion in Neuerer deutscher Literatur folgte. Seit 2010 ist sie als Autorin und Werbetexterin selbstständig. Und noch immer steckt sie ihre Nase am liebsten in ein Buch. Oder auch in zwei oder drei ... (Quelle: www.editionpastorplatz.de)

Weitere Informationen über die Autorin unter www.asjabonitz.de

Über die Illustratorin:

Mele Brink: Jahrgang 1968, geboren in Bielefeld, aufgewachsen im ostwestfälischen Hinterland.
Studium der Architektur an der RWTH Aachen mit krönendem Diplom in Form einer mobilen Gedenkstätte für Lady Di.
Zeichnerische Ausbildung eher unakademisch – neben der ernsthaften Ausbildung –, dafür aber mit ordentlich Elan.
Seit 1998 endlich freiberufliche Vollzeitzeichnerin: Cartoons, Illus, Comics, Porträtkarikaturen und zwischendrin auch mal (honorar-)freies Zeichnen für Spaß. Und das inzwischen nicht mehr zwischen Spüle und Couch, sondern in einem reizenden Gemeinschaftsatelier, immer noch und gerne in Aachen.
Meist werden ganz altmodisch Tusche und Pinsel verwendet, Aquarell zur Farbgebung, wenn sich nicht gerade Kreiden, Copics oder Ölkreiden auf dem Tisch verlaufen haben (von Letraset bin selbst ich inzwischen abgekommen).

Weitere Informationen über die Illustratorin unter www.melebrink.de

 Allgemeine Informationen zum Buch:

"Myka und die Versteckschule" ist im März 2016 in der Edition Pastorplatz erschienen und umfasst 80 Seiten. Es ist als gebundene Ausgabe zum Preis von 17,50 Euro erhältlich und richtet sich an Kinder im Alter von ca. 5 bis 7 Jahren. 
Weitere Informationen unter www.editionpastorplatz.de

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

Ein Blick auf das zarte, farbenfrohe und fröhlich anmutende Cover sowie auf den Klappentext haben mein Interesse sofort geweckt - mein erster Gedanke: Dieses Buch scheint etwas ganz außergewöhnliches zu sein, anders als die gängigen Kinderbücher. Dieser Eindruck wird gleich zu Beginn des Buches bestätigt. 

Es geht um Myka - eine Pilzolotte, die im wunderlichen Wald Eikibufi lebt.. Aber wer oder was ist denn überhaupt eine Pilzolotte? Pilzolotten werden oft mit gewöhnlichen Pilzen verwechselt, sind aber keine. Dennoch haben sie jede Menge Gemeinsamkeiten mit gewöhnlichen Pilzen. Auf ihrem hellbraunen Körper tragen sie eine rotbraune Kappe. Unten haben sie lange Fäden, die an die Wurzeln eines Baumes erinnern, nur das diese sehr viel dünner sind. Diese Fäden dienen den Pilzolotten als Gliedmaßen. Die längeren Fäden nutzen sie als Arme und die kürzeren als Beine. Die Pilzolotten sind nicht wie gewöhnliche Pilze fest in der Erde verankert, sondern können sich auf ihren Beinfäden fortbewegen. Pilzolotten werden fast nie gesichtet, denn für sie ist es sehr wichtig, dass sie im Verborgenen bleiben um ihre Sicherheit zu wahren. Und wie sie sich richtig verstecken - das lernen sie in der Versteckschule.

Ich habe Pilzolotte Myka gleich in mein Herz geschlossen. Sie ist so ein lebenslustiges, fröhliches, neugieriges, aufgewecktes und herziges, kleines Wesen. Myka erwacht aufgrund von starken Bauchschmerzen vorzeitig aus ihrem Winterschlaf und fragt sich, woran das wohl liegen mag. Sie vermutet, dass es die Aufregung ist - denn schließlich besucht sie bald die Versteckschule. Kurzerhand beschließt sie, der Ursache auf den Grund zu gehen und macht sich ganz alleine auf den Weg, die Versteckschule zu erkunden. Das ganze entwickelt sich zu einem richtigen Abenteuer für Myka. Sie lernt unterwegs die hilfsbereite Frau Steinkauz kennen, gerät in die Fänge des Spinnennetzes der Spinne Aranja und trifft auf den grummeligen Herrn Fliegenpilz. Ihre Bauchschmerzen sind schon bald kein Thema mehr.

Auf ganz wunderbare und warmherzige Art und Weise schafft es Autorin Asja Bonitz, Kindern im Alter von ca. 5 bis 7 Jahren die Angst vor der Schule zu nehmen, denn diese können sich wirklich gut mit Pilzolotte Myka identifizieren und nachvollziehen, wie sich diese kurz vor Antritt der Versteckschule fühlt. Ich freue mich schon darauf, wenn mein 4-jähriger sich im letzten Kindergartenjahr befindet. Myka wird ihn ganz sicher ein stückweit begleiten und ihm seine Angst und Aufregung nehmen können.
Von mir gibt es 5 Sterne für dieses wunderbare und warmherzige Buch.

Vielen Dank an die Autorin Asja Bonitz und Edition Pastorplatz fürs Bereitstellen des Buches!