Sandras kreative Lesezeit - kreative Vorlese-Events - Literaturblog - Rezensionen

Freitag, 13. April 2018

Berührende Worte.....

Der Himmel war eine Schüssel aus Sternen und Schwärze. Davor stand der Mond, planetengroß, sonnenhell, und die Schlucht unter uns erstrahlte scharf wie ein Holzschnitt in Schatten und Licht. Es hatte praktisch aufgehört zu schneien, nur ein paar vereinzelte Flocken sprühten noch durch die Luft. Die Welt sah aus wie neu erschaffen. Und die Geräusche... Stille. Absolute, entgültige Stille. Kein Windhauch, kein Astknarren. Ein Stummfilm, ein Stillleben...

Textpassage aus "The Woman in the Window".

Mir gefällt diese Wortpoesie und die Geschichte hat mich in Ihren Bann gezogen. Demnächst gibt es eine Rezension für Euch :)

Dienstag, 13. März 2018

"Wie machst du das eigentlich?"




Zum Inhalt (Klappentext):

"Wie machst du das eigentlich, wenn deine Kinder pausenlos über dein gekochtes Essen schimpfen? Und wenn sie trotzig schreiend am Boden liegen oder das Anziehen in einem riesigen Drama endet? Und wie bringst du drei kleine Kinder alleine ins Bett abends?"

Miriam Fuz hat 3 Söhne im Alter von 1, 3 und 5 Jahren und bekommt diese Fragen fast jede Woche gestellt. Trotz des Kleinkind-Trubels ist sie meistens recht entspannt.

Nun hat sie ihre Geheimtipps und Routinen, die ihr Leben unheimlich erleichtern, in einem Ratgeber aufgeschrieben. Dabei beschönigt sie nichts und erzählt auch unverblümt von den Tagen, an denen sie direkt nach dem Frühstück die Bettzeit der Kinder herbeisehnt.

"Wie machst du das eigentlich?" enthält auch Ideen zum ewigen Streitthema Süßigkeiten, Survival-Tipps für den täglichen Kampf in Küche und Haushalt, Anregungen für das abendliche Einschlaf-Ritual sowie viele topaktuelle Themen, die Mütter von Kleinkindern beschäftigen.

Über die Autorin:

Miriam Fuz wurde 1981 in Karlsruhe geboren und lebt in einem kleinen Dorf in Baden-Württemberg. Sie ist ausgebildete Redakteurin, verheiratet und hat drei Söhne (geboren 2012, 2014 und 2016), die zumindest meistens ganz entzückend sind.

Während der Elternzeit mit ihrem Jüngsten kam ihr die Idee, einen Ratgeber zu schreiben, der das wirkliche Mama-Leben abbildet. Sie will anderen Müttern damit Mut machen, nicht immer alles perfekt im Griff haben zu wollen.

Das Buch entstand, während die Großen im Kindergarten waren (9 - 14 Uhr) und der Kleinste das Wohnzimmer verwüstet hat, sowie abends.

Weitere Informationen über Marion Fuz findet ihr unter:

www.freude-am-wort.de

Allgemeine Informationen zum Buch

"Wie machst du das eigentlich?" ist 2017 bei Amazon erschienen und umfasst 187 Seiten. Es ist als Taschenbuch zum Preis
 von 9,99 Euro sowie als Kindle Edition zum Preis von 4,99 Euro erhältlich und richtet sich an Mamas mit 1, 2 oder mehreren Kindern, die sich über neue Ideen und Impulse für den Alltag mit ihren Kindern freuen. Erfrischend-ehrlich und ohne den Anspruch, der Weisheit letzter Schluss zu sein.

Hier gehts zur Leseprobe!


Meine Gedanken zum Buch:

 Ratgeber für Mütter gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Ich bin selbst Mutter von 2 Kindern und habe daher schon einige gelesen. Vor der Geburt des ersten Kindes waren es besonders viele und auch während der ersten 3 bis 4 Jahre der Großen habe ich Ratgeber für Mütter zu Hauf verschlungen. Nach den ersten Jahren der Routine habe ich es dann aufgegeben. Als Mutter wächst man mit seinen Aufgaben und lernt, auf sein Bauchgefühl und seine Intuition zu hören. Die meisten Ratgeber sind zudem nicht wirklich nah an der Realität geschrieben, beschönigen sie doch meist den Alltag mit Kindern.

Nun wurde ich auf das Buch "Wie machst du das eigentlich?" von Miriam Fuz aufmerksam. Es verspricht ein Ratgeber für Mütter zu sein - jedoch ein Ratgeber der anderen Art, realitätsnah, humorvoll, einfach mitten aus dem Leben gegriffen. So wurde ich neugierig und habe es gelesen.

Miriam Fuz ist selbst Mutter dreier Kinder - das ist schon mal eine gute Voraussetzung um über das Leben in 
der Familie zu schreiben ;)

Sie beschäftigt sich in Ihrem Buch unter anderem mit Themen wie "Essen und Kinder - ein Thema für sich", "Survival-Tipps für den täglichen Kampf in der Küche", "Erziehungsfragen", "Alltägliche Themen", "Das neue Baby ist da".

In jedem Kapitel lässt sie den Leser ein stückweit an ihrem Familienleben teilhaben. Sie berichtet von Situationen, die einem das Mutterherz erwärmen, aber auch von den vielen wirklich fiesen, nervraubenden Szenarien die einem im Alltag mit Kind begegnen. Miriam Fuz hat viele, tolle Tipps und Tricks auf Lager an denen sie ihre Leser teilhaben lässt. Ich musste wirklich oft schmunzeln. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, es nicht mit einer Autorin, sondern mit einer Freundin zu tun zu haben, mit einer Freundin, die mir von Ihrem Alltag erzählt, nichts schönredet und all die Themen aufgreift, die mich als Mutter beschäftigen. Sehr oft habe ich einfach nur beim lesen zustimmend genickt und vor mich hingemurmelt "ooooh ja, das kenne ich nur all zu gut". Für mich als inzwischen erprobte Mehrfachmama war es einfach schön zu lesen, das es letztendlich doch bei allen Familien gleich abläuft und das es endlich mal jemanden gibt, der dies auch öffentlich ausspricht. Für Erstlingsmamas ist das Buch eine wertvolle Sammlung bewährter und überaus kreativer Tipps und Tricks einer Mama. Zum Ende eines jeden Kapiteln sind die wichtigsten Punkte noch einmal kurz zusammengefasst.

Was mir persönlich wirklich sehr symphatisch ist, Miriam Fuz gehört nicht zu den oftmals vertretenen Übermüttern. Sie erzieht ihre Kinder zu verantwortungsbewussten, höflichen Menschen und unterstützt sie stets in ihrer Selbständigkeit.

Einige Stellen möchte ich gerne zitieren - sie gefallen mir besonders gut:

"Bietet euren Kindern Hilfe zur Selbsthilfe an. Zeigt und erklärt ihnen, wie die Welt funktioniert. Wenn sie etwas ausprobieren möchten und es ist nur irgendwie möglich, lasst es zu. Wenn sie alleine zum Kindergarten laufen oder auf den Spielplatz möchten, wenn sie alleine Kartoffeln schälen oder einen Kuchenteig machen möchten - lasst es zu, wenn es einigermaßen machbar ist. Auch wenn ihr Angst habt. Übt vielleicht in kleinen Schritten mit ihnen. Lasst sie zuerst zwei Minuten alleine auf dem Spielplatz, dann fünf, dann zehn. Übt jedes Mal die Regeln, die für den Spielplatzbesuch alleine gelten, aber macht es irgendwie möglich".

"Durch Erklären, Vertrauen, Ermutigen macht ihr eure Kinder stark und bereit für die Welt. So gebt ihr euren Kindern das Selbstbewusstsein, das sie in der heutigen Zeit brauchen. Bremst sie nicht, bemuttert sie nicht zu sehr. Schenkt ihnen Freiheit und sie kommen immer wieder gerne zu euch".

"Ihr macht es, wie es für euch passt und sich richtig anfühlt. Andere sollten eure Situation nicht beurteilen, da bei ihnen in der Familie sicherlich andere Voraussetzungen herrschen und jedes Kind unterschiedliche Bedürfnisse hat. Hört auf euer Bauchgefühl. Wie soll das denn falsch sein, wo ihr nur das Beste für eure Kinder wollt"?

Das sind einige der Stellen die mich als intuitiv handelnde Mutter berühren und bestärken. Darin bestärken, das wir Mütter einfach toll sind und jede es richtig macht, wenn sie nur auf ihr eigenes Bauchgefühl hört. Und wenn es mal brenzlig werden sollte, hat Miriam viele tolle und gut umsetzbare Tipps auf Lager. Für mich eines der wenigen Bücher, die jede Mutter gelesen haben sollte. Daumen hoch und 5 Sterne dafür von mir.


Vielen Dank an die Autorin Miriam Fuz fürs Bereitstellen des Buches!

Freitag, 10. November 2017

"Versuchen wir das Glück"




Zum Inhalt (Klappentext):

Als Helene und Ludwig sich zufällig am Münchner Hauptbahnhof in die Arme laufen, sind die letzten fünfundzwanzig Jahre wie ausgelöscht. Spontan gehen sie in ein Restaurant, und mit jedem Blick, mit jedem Wort, mit jeder Berührung werden die alten Gefühle gegenwärtiger. Unzertrennliche Verbündete gegen die Konventionen waren sie damals, verrückt nacheinander, voller Träume für die Zukunft - bis zum bitteren Ende ihrer großen Liebe. Denn vor dem letzten Schritt in ein gemeinsames Leben lag ein unüberbrückbarer Abgrund, tief in ihren Seelen verankert.

Aber manchmal reicht ein Nachmittag, um sich erneut die Frage zu stellen: Versuchen wir das Glück?

Über die Autorin:

Barbara Leciejewski schrieb ihren ersten Roman mit zwölf. Einen Liebesroman. Kitschig, naiv, etwa vierzig krakelige DIN-A5-Blockseiten, kariert. Kariert war ihr immer lieber als liniert. Der Berufswunsch danach war klar: Schriftstellerin. Ebenso klar war: Das wird man nicht, das ist kein Beruf. Also dann: Abitur, vom Land in die Großstadt München gezogen, studiert (Germanistik und Theaterwissenschaft), Jobs am Theater (Regieassistenzen, Statisterie, Bühnenkram), Magisterarbeit über Kriminalromane geschrieben, Synchroncutterin geworden, Familie gegründet. Karierte Blöcke gekauft - da war doch was. Man muss nicht Schriftstellerin sein, um zu schreiben, aber nur wenn man schreibt, kann man es werden. Computer gekauft (das hilft), geschrieben, verworfen, die Festplatte zugemüllt, geschrieben, den zweiten Roman beendet. Bisher haben vier Romane ihren Weg zu Verlagen gefunden. Nach wie vielen sich die Autorin Schriftstellerin nennen wird, ist ungewiss, gewiss ist nur: Sie schreibt weiter. 

Mehr Informationen über die Autorin erhalten ihr hier: 

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Versuchen wir das Glück" ist im Tinte Feder Verlag erschienen und umfasst 253 Seiten. Es ist als Taschenbuch zum Preis 
von 9,99 Euro sowie als Kindle Edition erhältlich.

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

Inzwischen habe ich bereits einige Bücher von Barbara Leciejewski gelesen und oute mich inzwischen ganz klar als süchtige  Wiederholungstäterin :) Ich liebe Geschichten, die mich emotional berühren und das ist Barbara Leciejewski bisher mit jedem ihrer Bücher gelungen, so auch mit dem aktuellen "Versuchen wir das Glück". Hierbei geht es um eine ganz besondere Begegnung zwischen zwei Menschen, die sich einst sehr liebten und seit 25 Jahren nicht mehr gesehen haben. Als die beiden sich nach so langer Zeit an einem Bahnhof wieder begegnen sind die 25 Jahre, in denen sie keinen Kontakt hatten, wie ausgeloschen, als hätte es sie niemals gegeben. Sie begeben sich gemeinsam in ein Cafe und spüren sofort das unsichtbare Band, das schon immer zwischen ihnen bestand.

Die Erzählung in unterteilt in zwei Zeitzonen. Auf der einen Seite erhält der Leser einen Einblick in das, was früher geschah, welche Verbindung überhaupt zwischen den beiden stand, was sie alles gemeinsam erlebt haben. Im Wechsel dazu darf der Leser Helene und Ludwig in die Gegenwart begleiten, in das Hier und Jetzt und erfährt, was nun in den Köpfen der beiden vorgeht. Die Autorin beherrscht ihr Handwerk wie nur wenige andere, die mich in diesem Genre bisher fesseln konnten. Sie schafft es, mich durch ihren flüssigen Schreibstil und ihre Wortwahl, ab der ersten Seite auf eine Achterbahn der Gefühle mitzunehmen. Ich erlebe das emotionale Auf und Ab, kann mich bildlich und emotional in Helene und Ludwig hinein versetzen, ich bange mit ihnen, fühle mit ihnen, empfinde Helenes Ängste und Ludwigs Hoffnungen und ich spüre den tiefen, inneren Wunsch der Beiden, es noch einmal miteinander zu versuchen.

Die Geschichte um Helene und Ludwig hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Sie hat mich angeregt, mir über mein eigenes Leben Gedanken zu machen, darüber, ob wohl alle Entscheidungen die richtigen waren. Und sie hat mich zu der Erkenntnis gebracht: Ja, alle Entscheidungen waren und sind richtig, denn sie werden aus einer tiefen Überzeugung heraus getroffen. Und auch, wenn eine Entscheidung negative Konsequenzen nach sich zieht, für irgendwas ist es gut, das Schicksal meint es gut mit uns und wenn wir Vertrauen haben, dann kann eine Entscheidung aus Überzeugung nur die richtige sein.

5 von 5 Sternen - ein Muss für Liebhaber von Worten die das Herz berühren.

Vielen Dank an Barbara Leciejewski und den Tinte Feder Verlag fürs Bereitstellen des Buches!

Samstag, 2. September 2017

Geheim geht anders




Zum Inhalt (Klappentext):

 Monster-Alarm! Jaro entdeckt in seiner neuen Wohnung zwei Monster. Zum Glück sind die aber kein bisschen gruselig, sondern blau, lieb und kuschlig. Sie stellen Jaros Leben völlig auf den Kopf. Und sie sind leider nicht sehr nützlich, wenn man neue Freunde finden will. Was Jaro mit Wilma und Wilhelm so Verrücktes erlebt und wie er am Ende echte Freunde findet - das müsst ihr schon selber herausfinden!

Über die Autorin:

Geboren wurde Uli Leistenschneider am 8. März 1981 in Mainz, aufgewachsen ist sie in Bingen am Rhein. Sie hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert. Das Schreiben begleitet sie seit ihrer Kindheit - dabei wurde sie inspiriert von Autoren wie Enid Blyton, Astrid Lindgren, Erich Käster, Michael Ende und viele mehr. Inzwischen bereitet ihr das Schreiben solch eine Freude, dass sie dies zu ihrem Hauptberuf gemacht hat. 

Weitere Informationen über die Autorin erhaltet ihr hier:  

Über die Illustratorin:

Die munteren, farbenfrohen Illustrationen entstammen der Feder von Isabelle Göntgen - einer Schwarzwälderin mit koreanischen Wurzeln. Wenn ihr mehr über sie erfahren wollt, dann werft doch mal einen Blick auf ihre Homepage.

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Geheim geht anders" ist im Kosmos Verlag erschienen und umfasst 144 Seiten. Es ist als gebundene Ausgabe zum Preis von  12,99 Euro erhältlich und richtet sich an Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren.

Meine Gedanken zum Buch:

Blaue, kuschelige Monster, die man nur sehen kann, wenn man eine besondere Brille trägt - wo gibt es denn sowas? Naja - die Frage ist sehr schnell beantwortet. Dazu müsst ihr nur die Familie Löwenstein in der Sängerstraße 72 besuchen. Dort lernt ihr Jaro Löwenstein und seine Eltern kennen, die erst kürzlich in diese neue Wohnung eingezogen sind. Nach kurzer Zeit stellen die Löwensteins fest, dass sie nicht alleine in der Wohnung sind, sondern diese von 2 blauen, kuscheligen Wesen bewohnt wird, die sich einem jedoch nur zeigen, wenn man diese besondere Brille trägt. Die beiden hören auf die Namen Wilma und Wilhelm und sorgen für allerhand Aufregung in der Sängerstraße 72. Sie treiben allerdings nicht nur dort ihr Unwesen. Auch in der Schule wird es wirklich äußerst seltsam und überhaupt geschehen ständig seltsame Dinge, seit die beiden in Jaros Leben getreten sind, z.B. führt Jaro in den Augen von Außenstehenden immer wieder Selbstgespräche, außerdem verschwinden Fahrzeuge, werden Badezimmer unter Wasser gesetzt und Kekse die soeben noch da waren - sind plötzlich einfach wie in Luft aufgelöst. Dann gibt es noch den seltsamen Vermieter - Lutz Lotterböse und seinen Vater Ludwig, sowie Karl Knacke - Inhaber eines Süßwarengeschäftes und noch einige weitere, liebenswerte, verrückte, seltsame aber allesamt herzliche Charaktere, die die Abenteuer um Jaro, Wilma und Wilhelm komplettieren und zu einem tollen Vorlese-Erlebnis für die ganze Familie machen.

Gelesen habe ich das Buch mit meinen Kindern (5 und 10 Jahre alt). Beide haben sehr fasziniert zugehört und fanden die Geschichte richtig klasse. Jedes Kind hat seine eigenen Schlüsse aus der Geschichte gezogen. Während der Junior einfach nur begeistert war von den lustigen Taten der beiden blauen Monster, hat die Große ihre Aufmerksamkeit u.a. auf den handysüchtigen Lutz Lotterböse gelegt. Ein tolles Buch zum Vorlesen, aber auch zum selber lesen für 3. und 4. Klässler. Wir würden uns über weitere Abenteuer mit Jaro, Wilma und Wilhelm sehr freuen und hoffen auf eine Fortsetzung. 

Von uns wohlverdiente 5 Sterne!!!

Vielen Dank an Uli Leistenschneider, Isabelle Göntgen und den Kosmos Verlag fürs Bereitstellen des Buches!

Montag, 12. Juni 2017

All die verdammt perfekten Tage - Erster Eintrag seit fast einem Jahr Pause...


 
Zum Inhalt (Klappentext):

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, 
sechs Stockwerke über dem Abgrund, als er plötzlich bemerkt, 
dass er nicht allein ist. 
Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, 
auf die sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke - das Leben eben. 
So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann - ein witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, 
jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, 
beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden...



Über die Autorin:

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort , 
wo auch "All die verdammt perfekten Tage" spielt. 
Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert - die Rechte wurden bisher in 34 Ländern verkauft. In den USA stieg "All die verdammt perfekten Tage" sofort auf Platz 13 der 
New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren literarischen Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf macht.

Allgemeine Informationen zum Buch:

"All die verdammt perfekten Tage" ist im Limes Verlag erschienen und umfasst 400 Seiten. Es ist als Taschenbuch zum Preis von 14,99 Euro sowie als Kindle Edition zum Preis von 11,99 Euro erhältlich, außerdem als Hörbuch. Die Story richtet sich an Jugendliche und Erwachsene.
  

Meine Gedanken zum Buch:

Zunächst ein paar Allgemeine Worte an Euch. Ich schaue auf meinen letzten Eintrag - dieser war im August 2016, liegt also inzwischen bereits fast 1 Jahr zurück. Über die Gründe für mein langes "Nicht-Schreiben" möchte ich ehrlich gesagt nicht reden, nur so viel - im letzten Jahr hat in meinem Leben einiges an Veränderung stattgefunden - im Äußeren und im Inneren. Äußerlich insofern, das ich aktuell 30kg an überflüssigem Gewicht losgeworden bin. Aktuelle Fotos werden bald noch folgen, denn das Bild, das ihr z.B. oben rechts seht, welches mich mit der Handpuppe Gerrit zeigt - ist inzwischen sowas von nicht mehr aktuell - und darauf bin ich sehr stolz. Im Inneren hat sich natürlich auch einiges verändert, denn ohne diese Entwicklung wäre es erst gar nicht zu der Abnahme gekommen. Das letzte Jahr war geprägt von sehr vielen Gefühlen, von großer Liebe, von starken Verletzungen, von großen Verlusten, einem ständigen Auf- und Ab, ja man könnte sagen vom "freien Fall". Wirklich aufgekommen bin ich noch nicht aber ich befinde mich auch nicht mehr im "freien Fall" - inzwischen würde ich es eher als einen "freien Flug" bezeichnen. Ich fliege - und nutze immer wieder meine imaginären Flügel um nicht weiter zu fallen, um im Gegenteil - immer wieder aufzusteigen bzw. auch einfach mal die Richtung oder die Laufbahn zu verändern. Wo mich das noch hinführen wird ist unklar, Fakt ist - das ich weiterhin vorhabe zu fliegen und nicht mehr zu fallen.

Gelesen habe ich im letzten Jahr trotz des Fluges immer wieder. Es waren viele wirklich gute und berührende Bücher dabei. Im Normalfall hätte ich sie für Euch rezensiert und hier vorgestellt, da mir aber der Kopf nicht danach stand habe ich sie einfach nur "für mich" gelesen. Immer wieder habe ich überlegt ob ich wieder mit dem Bloggen fortfahren soll - soll ich Euch lieber dieses oder jenes Buch vorstellen.... 

Vor einigen Tagen habe ich nun "All die verdammt perfekten Tage" beendet. Es stand schon eine ganze Weile in meinem Bücherregal und hat darauf gewartet beachtet zu werden. Vor gut einer Woche stand ich vor besagtem Regel und habe überlegt, welches Buch als nächstes gelesen werden möchte. Ein Gefühl hat mich dann zu diesem Buch geführt - und jetzt, nachdem ich es beendet habe weiß ich, dass es kein Zufall war - es wollte von mir gelesen werden. Und es hat mein Leben abermals auf den Kopf gestellt.

Die Autorin Jennifer Niven hat eine Geschichte geschrieben, wie es das Leben tagtäglich schreibt. Eine Geschichte über zwei Jugendliche - Finch und Violet, beide stark geprägt vom Leben. Finch gilt in der Schule und Familie als Freak. Er verhält sich nicht wie der "normale" Jugendliche. Seine Gefühle und sein Leben sind von einem ständigen Auf- und Ab geprägt, je nach Tagesform. Heute fühlt er sich wie ein unverwundbarer Superheld und schon Morgen wie der größte Loser. Heute möchte er die Welt erobern und zieht frohen Mutes, bestgelaunt in den Tag - Morgen bereits befindet er sich in der Parallelwelt dazu und möchte am liebsten das Bett nicht verlassen, ist des Lebens überdrüssig. Finch leidet unter Zwangsstörungen, unter Manie und Depression - bipolar wird dieser Zustand in der Fachsprache genannt und geht weit über die üblichen Stimmungsschwankungen in der Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen bzw. vom Jugendlichen zum Erwachsenen hinaus.

Finchs Gedanken scheinen oft "fremdgesteuert" - und so sehr er sich noch bemüht diese Gedanken zu kontrollieren - es ist nicht möglich, es ist einfach nicht möglich. Denn bei Bipolarität handelt es sich nicht einfach nur um eine Phase, sondern um eine sehr ernstzunehmende Krankheit. Das verhärende an dieser Krankheit ist, dass der Betroffene zwar wahr nimmt das etwas nicht stimmt, das er anders ist als alle Anderen, aber derjenige ist meist nicht in der Lage zu sehen, wie sehr die Krankheit in der Realität das Leben einschränkt und verändert. Wie sehr z.B. die Beziehungen zu anderen Menschen, insbesondere zu geliebten, nahestehenden Menschen unter dem Krankheitsbild leiden. Spricht man denjenigen darauf an, möchte derjenige nichts davon hören, oder aber es wird belächelt und derjenige der ein Problem in dem Verhalten des Bipolaren sieht wird dann als derjenige hingestellt, der ein Problem hat. Oder aber die Thematik wird schöngeredet oder es werden Ausreden gesucht usw. Menschen die unter Bipolarität leiden, sind oftmals Meister darin, ihr Krankheitsbild zu verstecken. Oftmals wird es gar nicht erkannt - oder erst Jahre und Jahrzehnte nach den ersten Krankheitsanzeichen. Ich bin ein klein wenig vom Buch abgewichen, habe noch eigene Erfahrungen mit einfliessen lassen....verzeiht...nein, nicht wirklich, 
meine Gedanken eben ;)

Weiter im Text...

Dann gibt es noch Violet. Sie scheint das Pendant zu Finch, steht mit beiden Beinen im Leben, ist eine beliebte Schülerin. Bis auch ihr Leben aufgrund eines tragischen Ereignisses völlig erschüttert wird. So sind Finchs und auch Violets Gedanken ständig angetrieben vom Thema Tod. Sie begegnen sich auf einem Turm. Violet möchte sich dort das Leben nehmen und Finch erkennt die Situation sogleich, er stand selbst bereits etliche Male auf dem Turm und hegte selbe Gedanken - und er rettet Violet das Leben. Von diesem Tag ab ist nichts mehr wie zuvor. Die Beiden freunden sich an - führen eine Beziehung an der sie beide wachsen. Violet wächst über sich hinaus, erhält Schritt für Schritt Lebensqualität und Lebensfreude zurück, traut sich endlich wieder zu "leben" - mit Finch an ihrer Seite. Auch für Finch ist diese Beziehung durch Wachstum geprägt, leider nicht nur - denn seine Störung holt ihn immer wieder ein. Und plötzlich wird alles schwarz....

Ich habe schon sehr viele Bücher gelesen, die mich wirklich sehr berührt haben, doch keines hat es bisher geschafft meinen Tränenfluss so lange am Laufen zu erhalten. Die letzten 4 Kapitel des Buches habe ich im Prinzip nur einmal geweint - bis zum Ende durch. Und auch danach hat mich die Geschichte um Violet und Finch noch sehr lange beschäftigt und definitiv geprägt.

Jenniver Niven hat sich dem Thema psychische Störungen gewidmet - und dem Thema Tod - auf unterschiedliche Weisen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Definitiv keine der Geschichten, die ein herbeigesehntes Happy End beinhaltet, jedoch eine, die sehr nah geht, die das Herz berührt und bewegt - und die, nachdem man das Buch beendet hat, nicht einfach so in Vergessenheit gerät.

PS: Fragt Ihr Euch, weshalb ich 2 Coverbilder zeige anstatt wie üblich nur eines  - und dazu noch mit so einem anderen Hintergrund als ihr es von mir kennt? Ich möchte nicht zu viel verraten, aber Finch und Violet haben eine Schulaufgabe zu erfüllen. Sie sollen besondere Orte besuchen und über Ihre Besuche an diesen Orten berichten. Ich wollte nicht so wie sonst, das Buch einfach irgendwo hinstellen und fotografieren. Ich fand die Idee schön, das Buch an einem besonders schönen Tag als Begleiter dabei zu haben. Und so hatte ich es dabei, als ich gestern einen Ausflug in den Schwarzwald gemacht habe. Einmal seht ihr das Buch im Vordergrund des Wasserfalles in Allerheiligen und einmal steht es auf der Staumauer an der Schwarzenbacher Talsperre. Beides sehr schöne und auf ihre Weise besondere Orte.

Habt Ihr bereits Erfahrungen mit dem Thema Tod/Suizid gemacht? Gerne dürft Ihr mir etwas darüber schreiben, hier als Kommentar - oder aber auch per Mail an sandra.sassie@gmx.de
Ich freue mich über Eure Kommentare und über mein "Zurück" in die Welt der Bücher.

 



Freitag, 5. August 2016

Luna und der Katzenbär vertragen sich wieder


Zum Inhalt (Klappentext):

Umziehen macht ganz schön viel Arbeit, findet Luna, und Auspacken sowieso. Als Karlo daher vorschlägt, dass Luna sein Baumhaus einrichten soll und er dafür ihr Zimmer, ist sie sofort dabei. Doch jeder hat so seine ganz eigenen Vorstellungen von einem gemütlichen Zuhause. Und nicht nur das: Als Luna Karlos geliebte Kuscheldecke aus der Waschmachine holt, ist sie auf Wachlappengröße zusammengeschrumpft. Dem kleinen Katzenbären kommen die Tränen. Wird er Luna das verziehen können?

Über den Autoren:

Udo Weigelt,1960 in Hamburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Kiel und Hamburg. Seit 1998 sind bei unterschiedlichen Verlagen rund 50 Kinderbücher von ihm erschienen, die teilweise in 15 Sprachen übersetzt sind. Seit 2015 ist er verantwortlicher Autor der Nivea-Kampagne Märchen für Beiersdorf. Udo Weigelt lebt als freier Autor am Bodensee.

Weitere Informationen über den Autoren unter www.udoweigelt.com

Über die Illustratorin:

 Joëlle Tourlonias, geboren 1985 in Hanau, hat Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Illustration und Malerei an der Bauhaus Universität Weimar studiert. 2009 machte sie sich selbstständig und zeichnet, malt, lebt und liebt momentan in Düsseldorf. Seit 2015 illustriert sie die Kampagne Nivea Märchen der Firma Beiersdorf.

Weitere Informationen über die Illustratorin unter www.joelletourlonias.blogspot.de

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Luna und der Katzenbär vertragen sich wieder" ist im Juni 2016 im cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH erschienen und umfasst 80 Seiten. Es ist als gebundene Ausgabe zum Preis von 9,99 Euro sowie als eBook zum Preis von 8,99 Euro erhältlich und richtet sich an Kinder im Alter ab 5 Jahren.

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

"Luna und der Katzenbär vertragen sich wieder" ist bereits der zweite "Luna und der Katzenbär" Band, für mich jedoch der erste gelesene. Ich war gleich berührt von dem liebevoll gezeichneten Cover in seinen warmen Farben und detaillierten Feinheiten. Wenn man Luna und den Katzenbären sieht, bleibt einem nichts anderes übrig, als sie sogleich ins Herz zu schließen.

So erging es jedenfalls mir und meinen Kindern. Sie lauschten gebannt der Geschichte um Luna, die mit ihrer Familie in ein neues Haus zieht und sich dann mit dem Katzenbären unterhält. Beide wollen ihr neues Reich einrichten. Das macht viel Arbeit. Und so haben die beiden die Idee, dass sie die Rollen tauschen und jeweils das Reich des Anderen einrichten. Gesagt, getan. Allerdings ist die Enttäuschung zunächst groß, denn was die beiden nicht bedacht haben, sie haben das Reich des jeweils anderen so eingerichtet, wie sie sich ihr eigenes wünschen würden. Ein Katzenbär hat allerdings einen gänzlich anderen Geschmack als ein junges Mädchen. Umgekehrt kann man ein Mädchen nicht unbedingt mit einem katzenbärgerechten Baumhaus zufrieden stellen. Die Geschmäcker gehen nunmal auseinander und auch die Enttäuschung steht den beiden zunächst ins Gesicht geschrieben.

Wie gut, dass sie sich über ihre Geschmäcker und Erwartungen unterhalten und somit den jeweils anderen besser verstehen können. Und wie gut, dass sie offen und ehrlich zueinander sind und einander verzeihen können. Udo Weigelt hat hier ein wirklich liebevolles Buch geschrieben über Freundschaft, Vertrauen, Verzeihen und darüber, wie wichtig es ist, auch bei großer Enttäuschung ehrlich zueinander zu sein.

Von mir und meinen Kindern gibt es für dieses liebevoll geschriebene und warmherzig illustrierte Buch 5 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH fürs Bereitstellen des Buches!

Mittwoch, 20. Juli 2016

Mit anderen Worten: ich

 
Zum Inhalt (Klappentext):

Worte. 

Sind die Geister, die Sam nachts wach halten. Die Gedanken, für die sie sich schämt. Die sie an sich zweifeln lassen, jeden Tag. Die ihr ein normales Leben fast unmöglich machen.

Worte.

Sie sind die neuen Welten, die Sam entdeckt. Die Gedichte, die sie heimlich schreibt. Die Geschichten, die sie wieder Vertrauen fassen lassen.

In das bessere Leben, das sie sich aufbaut.

Mit anderen Worten.

Worte sind nicht Samanthas Freunde. Im Gegenteil: In endlosen Gedankenschleifen verfolgen sie Sam und hindern sie daran, ein normales unbeschwertes Leben zu führen. Aus Angst, als verrückt abgestempelt zu werden, verheimlicht Sam ihren täglichen Kampf sogar vor ihren Freundinnen. Nur die unkonventionelle Caroline sieht hinter Sams Fassade und lädt sie ein, sich einem geheimen Dichterklub anzuschließen. Hier erlebt Sam zum ersten Mal die befreiende Kraft von Worten und kommt sich seit langer Zeit selbst wieder nahe. Als sie sich in den klugen, zurückhaltenden AJ verliebt und gerade beginnt, vorsichtig auf ihr neues Glück zu vertrauen, stellt eine unerwartete Entdeckung alles infrage.

Über die Autorin:

Die beglückende Wirkung von Worten erlebt Tamara Ireland Stone jedes Mal selbst, wenn sie einen Stift in die Hand nimmt. Genau aus diesem Grund hat sie sich nach einer erfolgreichen Karriere im PR_Bereich vor einigen Jahren ihren Traum vom Schreiben erfüllt. Ihr erster Roman wurde in über zwanzig Ländern veröffentlicht. "Mit anderen Worten: ich" ist ihr drittes Buch. Tamara Ireland Stone liebt Filme und Live-Musik und lebt mit ihrer Familie in San Francisco.

Allgemeine Informationen zum Buch:

"Mit anderen Worten: ich" ist im Januar 2016 im Magellan Verlag erschienen und umfasst 336 Seiten. Es ist als gebundene Ausgabe zum Preis von 16,95 Euro erhältlich und richtet sich an junge Leser im Alter von ca. 14 - 17 Jahren.

Hier gehts zur Leseprobe!

Meine Gedanken zum Buch:

Da es sich bei diesem Buch um ein ganz besonderes handelt, versuche ich, meine Gedanken ebenfalls auf besondere Art und Weise niederzuschreiben...

Klappentext gelesen - gefesselt
Cover gestreichelt - angenehme Farben, wunderschönes Motiv

Ein Mädchen, angehörig einer Clique von It-Girls 
"die Acht" genannt
das Element Wasser liebend

Augenscheinlich völlig normal
doch ständig getrieben von Zwängen

Einem besonderen Menschen begegnet
eine besondere Beziehung zu diesem Menschen aufgebaut
Innige Freundschaft, grenzenloses Vertrauen

Auseinandergesetzt mit Worten - die dem eigenen Ich entsprungen
zu Papier gebracht, gelesen, gefühlt, gelebt

Ängste bekämpft, zu sich selbst gefunden
den Weg ins Innere eigenständig beschritten

Dort auf sich selbst gestoßen - ängstlich, erschüttert, verwirrt
den Weg jedoch stetig weitergegangen

Liebe, Freundschaft, Vertrauen - zu anderen aufgebaut
aber vor allem: zu sich selbst

Wunderbar, berührend, authentisch, emotional

Könnt ihr meine Gedanken fühlen wenn ihr diese Worte lest?

Tamara Ireland Stone hat hier ein ganz besonderes Jugendbuch erschaffen, welches ab der ersten Seite fesselt und nicht mehr los lässt. Gut recherchiert setzt sie sich mit dem Thema Zwangsstörung auseinander, lässt den Leser teilhaben an Samanthas Leben, welches von einer Zwangsstörung bestimmt wird. Dabei schafft es die Autorin die Erlebnisse so authentisch zu umschreiben, das der Leser zu einem Teil des Ganzen wird, sich in Sam hineinversetzen kann und ihre Zerrissenheit spüren und miterleben kann. Im letzten Drittel des Buches nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Eiskalt hat Tamara Ireland Stone mich mit diesem Ereignis getroffen und für eine Weile sprachlos gemacht (was ein zugegebenermaßen seltener Zustand bei mir ist...).

"Mit anderen Worten: ich" beschäftigt sich sehr behutsam mit aktuellen, doch meist verschwiegenen Themen wie Zwangsstörung, Panikattacken, Depression und auch dem Suizid. Dabei macht es Mut. Mut zu sich selbst zu stehen und von der Masse abzuheben. Liebe und Freundschaft sind stetiger Wegbegleiter in dieser wunderbaren, besonderen Geschichte. Ganz klare Leseempfehlung von mir mit 5 von 5 Sternen.


Vielen Dank an den Magellan Verlag fürs Bereitstellen des Buches!